Tackmann's Statement zu Glyphosat - aus aktuellem Anlass

Die hat EU-Kommission die Entscheidung über die Glyphosat-Zulassung verschoben. Zeit für eine ernsthafte Debatte, denn solange die Unterschiede bei der Bewertung der Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat zwischen der Krebsforschungsagentur der WHO, IARC und der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA nicht abschließend geklärt sind, ist eine weitere Zulassung dieses Unkrautvernichters aus Sicht der LINKEN unverantwortlich.

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„Vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen können erhebliche Umweltrisiken ausgehen, beispielsweise für Insekten. Beim Mais 1507 von Pioneer beruht der Anbau auf dem massiven Einsatz des Unkrautvernichters Glufosinat. Dieses Mittel wird bis 2017 in der EU vom Markt genommen. Die Bundesregierung muss sich in Brüssel gegen die Anbauzulassung des umstrittenen Gentech-Mais 1507 aussprechen“, fordert Dr. Kirsten Tackmann. Die Agrarpolitikerin der Linksfraktion hatte die Bundesregierung zur Anbauzulassung der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 befragt.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Ich habe die Bundesregierung danach gefragt, wie sie sich zur EU-Vorlage zur Anbauzulassung für den Mais 1507 verhalten wird. Die Entscheidung über den sowohl insekten- als auch pflanzenschutztoleranten Mais steht kurz bevor. Doch statt einer konkreten Aussage ist die Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin vage. Die Position würde rechtzeitig vor der Abstimmung festgelegt werden. Sie hat offensichtlich nicht vor, das Parlament an der Diskussion zu beteiligen.

Auf diese Art und Weise versuchen die Bundesregierungen seit Jahren einen nationalen Dialog über ihre Positionierung zu Gentech-Entscheidungen in Brüssel zu verhindern. Mit dem 1507-Mais soll der Bundestag wieder vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Doch das Parlament wird in der kommenden Woche das Thema trotzdem diskutieren.

Die Linksfraktion lehnt die Agro-Gentechnik grundsätzlich ab. Sie ist volkswirtschaftlich teuer, riskant für Umwelt und Landwirtschaft und schafft neue Abhängigkeiten.“

Die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.